Ernährungsumstellung

Obwohl der Allergietest bei beiden Kindern weder eine Allergie auf Weizen noch auf Kuhmilch ergeben hat – lediglich auf Ei-Eiweiss – haben wir uns auf die Reise gemacht und versucht heraus zu finden, was diese Neurodermitis auslöst.

Auf Anraten meiner Grossmutter haben wir auf Kuhmilchprodukte verzichtet, da mein Vater als Baby ebenfalls an Neurodermitis litt. Sie hatte ihn ersatzweise mit Ziegenmilch gefüttert.
Wir haben auf die gesamte Kuhmilchpalette verzichtet. Lakotsefreie Produkte sind nicht wirksam, da die Neurodermitis vor allen Dingen durch Milcheiweiss ausgelöst wird – nicht den Milchzucker = Laktose. Dies brachte innerhalb von 3 Wochen schon beachtliche Ergebnisse. Weil es sich danach auf einem zwar besseren, aber noch nicht zufriedenstellenden Niveau einpendelete, haben wir zusätzlich auf sämtliche Weizenprodukte verzichtet.

Als wir mit der Ernährungsumstellung angefangen haben, waren wir auf Anraten unseres Bioresonanz-Therapeuten sehr strikt. Es braucht zu Anfang der Bioresonanz-Therapie eine konsequente Karenzzeit. Sprich bei jeder kleinsten Menge Milch oder Weizen, kann sich das Neurodermitis Bild wieder stark verschlimmern und die Therapie muss wieder von vorne begonnen werden. Wir haben viel Vertrauen und Durchhaltewillen gebraucht, bis wir die passenden Nahrungsmittel fanden. Nach einigen Fehlversuchen habe ich beschlossen die Umstellung in der Therapiezeit radikal umzustellen. So habe ich alle Esswaren, die Kuhmilch oder Weizen enthielten aus unserer Küche entfernt. Auch habe ich keine Produkte mehr eingekauft bei denen ich nicht zu 100% sicher war, dass sie frei von diesen Stoffen sind. Die ersten 4-6 Monate habe ich vieles selbst hergestellt. Brot, Pizzateig, Kuchen, etc. Auch waren wir in der Zeit nie auswärts essen, ohne das ich etwas vorgekochtes mitgebracht habe.
Zudem habe ich unsere Nahrungsmittel ziemlich massiv reduziert. Wir haben mit wenigen Zutaten angefangen (Reis, Quinoa, Kartoffeln, Gemüse, Früchte, Maiswaffeln, nature Tofu, Fisch, Fleisch – aber kein Schweinefleisch. Würzen nur mit Salz & Kräutern – in Gewürzen ist erstaunlich viel Weizen drin).

Allmählich, als die Neurodermitis weg war, habe ich dann jede Woche etwas Neues eingeführt. Ganz langsam um zu sehen, ob es eine Reaktion gibt.

Ich weiss, die Sache liest sich ziemlich radikal. Aber nach 4-6 Wochen waren die positiven Ergebnisse sehr deutlich sichtbar. Das hat uns natürlich motiviert weiter zu machen. Nach 6 Monaten war die Haut dann völlig schubfrei. Ohne eincremen, „einfach“ so!

Zusätzlich wurde unsere Ernährungsumstellung von einer homöopathischen sowie Bioresonanz-Therapie begleitet.

Heute können unsere Kinder auch kleine Mengen Weizen oder Kuhmilch zu sich nehmen, ohne dass sich eine Reaktion zeigt. Ob wir nun von einer Heilung der Neurodermitis sprechen können? Ich denke ja und nein. Die Neurodermitis ist nicht wieder gekommen – also ist sie geheilt, die Nahrungsmittel Intoleranzen sind geblieben – somit ist dies noch nicht ganz geheilt. Aber wer weiss, wir hoffen dass auch diese eines Tages der Vergangenheit angehören.